Archiv für Februar 2013

Der nicht benannt werden darf

Einige Kommentare zur „Augstein-Debatte“.

Wenn die Deutschen alle zusammen etwas sind, sind sie es ganz besonders doll. Am schönsten war das Gemeinschaftsgefühl damals im Sportpalast, aber dann kamen ja die Engländer und haben alles kaputtgemacht. Seit „wir“ „wieder wer“ sind, geht es, ein bisschen holprig zwar, aber doch voran. In den vergangenen Jahren sind wir immerhin schon Weltmeister der Herzen und Papst gewesen. Nun sind wir alle Jakob Augstein. In diesem Fall taugt das jedoch nicht zur Parole. Das liegt daran, dass der Grund, warum wir alle er sind, nicht ausgesprochen werden darf. Das Simon Wiesenthal Center in Los Angeles hat Jakob Augstein zum neuntschlimmsten antisemitischen Schmierer der Welt gekürt – und damit in ein Wespennest gestochen. (mehr…)